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AirDrop auf Android im ersten Praxistest – Ein Gamechanger?

03.04.2026 3 Min. Lesezeit
Foto: © Unsplash | @ christyjacob26
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Als ich die Meldung heute Morgen im Office gelesen habe, musste ich erst mal checken, ob wir nicht doch noch den 1. April haben. Aber nein, es ist der 3. April 2026, und es ist offiziell.

Quick Share unterstützt ab sofort nativ das AirDrop-Protokoll. Wer mich und meine Liebe zum iPhone kennt, weiß, dass ich ein Verfechter des Apple-Ökosystems bin. Aber dieser Schritt ist nichts weniger als eine Sensation für uns alle.

Meine persönliche Meinung? - Endlich! Es war jahrelang eine reine Schikane für die Nutzer, dass wir in Wien beim Fortgehen oder bei Familienfeiern Fotos zwischen Android und iPhone nur über Umwege wie WhatsApp (mit Qualitätsverlust) oder mühsame Cloud-Links teilen konnten. Dass Samsung diesen Schritt geht – und Apple ihn offenbar lizenziert hat – zeigt, dass der Druck durch den EU Digital Markets Act und die schiere Nutzerunzufriedenheit endlich Früchte tragen. Es ist ein Sieg der Vernunft über das „Walled Garden“-Prinzip.

Wie funktioniert der neue Share?

Technisch gesehen ist die Implementierung im Galaxy S26 extrem spannend. Samsung nutzt hierfür nicht einfach nur eine Software-Emulation, sondern eine tiefe Integration auf Hardware-Ebene. Das S26 nutzt die neueste Generation von Ultra-Wideband (UWB) Chips, die nun exakt auf die Frequenzen und Handshakes abgestimmt sind, die Apple seit Jahren verwendet.

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  • Protokoll-Brücke: Das neue Quick Share erkennt AirDrop-Signale in der Umgebung und initiiert einen gesicherten TLS-verschlüsselten Handshake über Bluetooth LE.
  • Datentransfer: Der eigentliche Versand der Dateien erfolgt über eine Wi-Fi-Direct Verbindung, die Geschwindigkeiten von bis zu 1,2 Gbit/s erreicht. Das bedeutet: Ein 4K-Video ist in Sekunden auf dem iPhone, ohne dass man im selben WLAN sein muss.
  • Abwärtskompatibilität: Samsung gibt an, dass das Feature ab dem Galaxy S26 Standard ist, aber per Software-Update auch für das S25 und S24 nachgereicht wird – sofern die Hardware-Voraussetzungen (UWB) gegeben sind.
„Konnektivität sollte keine Grenzen kennen. Mit der Integration von AirDrop-Kompatibilität in Quick Share machen wir den ersten Schritt in eine Ära, in der das Betriebssystem beim Teilen von Erinnerungen keine Rolle mehr spielt.“ – TM Roh, Head of Samsung MX (via Samsung Newsroom).

Warum das so wichtig ist

Sagen wir es mal so: Apple hat sich jahrelang gewehrt, sein Kronjuwel AirDrop zu öffnen. Dass sie es jetzt tun, deutet darauf hin, dass im Hintergrund massive Patent-Deals oder regulatorische Zugeständnisse geflossen sind. Für uns bei vzcsystem.at bedeutet das: Unsere News-Beiträge über „Workarounds“ zum Datentausch müssen wir wohl nicht mehr veröffentlichen.

In meinem Praxistest hier im Office mit dem S26 Ultra und meinem iPhone hat die Erkennung sofort funktioniert. Es ploppt ganz normal das AirDrop-Fenster auf, und das Samsung-Gerät wird mit einem dezenten „Quick Share“-Icon angezeigt. Keine Anmeldung, kein Passwort, einfach nur „Senden“. So muss Technik im Jahr 2026 funktionieren. Wir werden diesen Rollout extrem genau beobachten, vor allem wie stabil die Verbindung in überfüllten Umgebungen wie der Wiener U-Bahn bleibt.

Samsung bricht die Mauern des Ökosystems auf: Die Galaxy S26 Serie unterstützt offiziell AirDrop über Quick Share. Durch die Nutzung von UWB und Wi-Fi Direct wird der Datenaustausch zwischen Android und iPhone endlich so einfach, wie er immer hätte sein sollen. Ein historischer Moment für die Usability, der zeigt, dass Kooperation am Ende mehr wert ist als Isolation.

Tobias Wieser 03.04.2026
Quellenverzeichnis (6)

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