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Apotheken-Umschau enthüllt: Android 13 oder älter? Ab Juli bleibst du draußen

20.04.2026 3 Min. Lesezeit
Foto: © Dieses Bild wurde mithilfe von künstlicher Intelligenz generiert
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Es war nur eine Frage der Zeit! -  Wer glaubte, die Digitalisierung des Gesundheitswesens würde Rücksicht auf Nachhaltigkeit nehmen, hat die Rechnung ohne das BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik) gemacht.

Laut einem aktuellen Bericht der Apotheken Umschau vom 17. April 2026 wird der Zugriff auf die elektronische Patientenakte (ePA) und das E-Rezept per App ab Juli 2026 massiv eingeschränkt.

Betroffen sind alle Smartphones mit Android 13 oder älter sowie iPhones, die nicht mindestens auf iOS 18 laufen. Das bedeutet im Klartext: Wer kein Gerät hat, das Android 14 oder neuer unterstützt, schaut ab Sommer in die Röhre. Krankenkassen haben diesen harten Kurs bereits bestätigt.

Warum diese Härte?

Die Begründung der gematik und der Sicherheitsbehörden ist so trocken wie ein Beipackzettel: „Akute Sicherheitsgefährdung“. Da in der ePA hochsensible Daten – von der Diagnose bis zum Medikationsplan – liegen, gelten hier Sicherheitsstandards, die weit über das hinausgehen, was man vom Online-Banking kennt.

© Unsplash | @joshua_hoehne

Die technischen KO-Kriterien ab Juli 2026:

  • Veraltetes OS: Betriebssysteme, die keine aktuellen Sicherheits-Patches mehr erhalten (was bei Android 13 der Fall sein wird), werden rigoros ausgesperrt.
  • Health-ID & NFC: Ohne einen sicheren Chip im Handy, der die Identität via Gesundheitskarte (eGK) verifizieren kann, läuft ohnehin nichts mehr.

Etwa 3 bis 5 % der Android-Nutzer in Deutschland sind laut gematik direkt betroffen – das klingt wenig, sind aber bei Millionen Versicherten trotzdem Hunderttausende, die plötzlich vor verschlossenen digitalen Türen stehen.

Meine Meinung: Gesundheit nur für Gutverdiener?

Ganz ehrlich? Das ist ein Schlag ins Gesicht für alle, die ihr Smartphone länger als ein paar Jahre nutzen wollen. Dass man für eine staatlich forcierte Infrastruktur wie das E-Rezept quasi zum Kauf neuer Hardware gezwungen wird, ist an Zynismus kaum zu überbieten.

Meiner Meinung nach ist das der klassische „Digital-Divide“. Wer sich kein aktuelles Flaggschiff leisten kann, wird zurück zum Papier-Rezept oder zum Vorzeigen der physischen Karte in der Apotheke getrieben. Ja, die Sicherheit der Daten ist wichtig – aber wenn die Hürden so hoch liegen, dass die Oma mit ihrem drei Jahre alten Mittelklasse-Handy nicht mehr an ihre Befunde kommt, dann hat das System versagt. Es ist die bittere Ironie der Digitalisierung: Wir bauen eine Brücke, die aber nur Leute mit dem neuesten Sportwagen befahren dürfen. - Ja, es ist vielleicht etwas zu weit hergeholt, aber ihr versteht hoffentlich was ich damit sagen möchte.

Ab Juli 2026 sperrt die gematik Smartphones mit Android 13 oder älter (sowie iOS 18 oder älter) für die Nutzung der ePA- und E-Rezept-Apps. Grund sind verschärfte Sicherheitsanforderungen des BSI. Betroffene Nutzer müssen entweder auf Papier-Ausdrucke und die physische Gesundheitskarte ausweichen oder – wie von der Industrie erhofft – in neue Hardware investieren.

Kristijan Varzanovic 20.04.2026
Quellenverzeichnis (6)

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