Apple & iOS, Netzwerk +1

Apple und Magenta beenden das Messaging-Mittelalter

31.03.2026 3 Min. Lesezeit
Foto: © Unsplash | @ maria_shalabaieva
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Es ist der 31. März 2026, und während wir uns im Office noch über das letzte Design-Rollback amüsiert haben, hat sich auf unseren iPhones etwas ganz Entscheidendes getan. Magenta hat als erster österreichischer Netzbetreiber den Schalter umgelegt: RCS (Rich Communication Services) ist auf dem iPhone gelandet. Was jahrelang wie ein kalter Krieg zwischen iMessage und Google Messages wirkte, findet nun endlich einen gemeinsamen Nenner.

Ich sage es ganz offen: Das wurde auch Zeit! Wer bisher versucht hat, einem Android-Nutzer ein Video per SMS/MMS zu schicken, landete qualitativ direkt im Jahr 2004 – Pixelmatsch pur. Mit dem Rollout bei Magenta gehört dieser Frust der Vergangenheit an. Es ist ein Sieg für die Vernunft und für uns User, die wir nicht länger durch künstliche Mauern zwischen den Betriebssystemen getrennt werden wollen.

Technik-Check: Was RCS auf deinem iPhone wirklich kann

Technisch gesehen ist RCS kein einfacher Aufsatz auf die SMS, sondern ein komplett neues Protokoll, das über das Datennetz (WLAN oder Mobilfunk) läuft. Apple nutzt hier das RCS Universal Profile, was bedeutet, dass die Kommunikation mit Android-Geräten endlich auf Augenhöhe stattfindet.

  • High-Res Medien: Du kannst jetzt Fotos und Videos bis zu einer Größe von 100 MB verschicken. Schluss mit der Kompressions-Hölle der MMS.
  • Interaktive Features: Endlich siehst du auch bei Android-Kontakten Lesebestätigungen und die Tippanzeige (die drei Punkte), wenn dein Gegenüber gerade schreibt.
  • Verschlüsselung: Im März 2026 ist die Kommunikation zwischen iPhone und Android in den meisten Netzen (inklusive Magenta) Ende-zu-Ende-verschlüsselt, sofern beide Geräte aktuell sind.
  • Gruppen-Chats: Du kannst Gruppen mit Android-Usern endlich vernünftig verwalten, Teilnehmer hinzufügen oder verlassen, ohne dass der Chat stirbt.
„Magenta macht damit aus der vertrauten SMS ein plattformübergreifendes, modernes Kommunikationserlebnis.“ – So die offizielle Ansage aus dem Magenta Newsroom.
© Unsplash | @ sammysays___

Der Status bei A1 und Drei: Warten auf den Nachzügler-Effekt

Die Lage ist aber bei anderen Providern noch spannend. Während Magenta-Kunden bereits loslegen können, halten sich A1 und Drei noch bedeckt. Insiderberichte deuten darauf hin, dass die Implementierung dort kurz bevorsteht, aber Magenta hat sich den Titel „First Mover“ in Österreich gesichert. Sogar die Discounter-Marke yesss! (A1-Netz) soll RCS noch im Laufe des Jahres 2026 erhalten.

Meine Meinung: Es ist typisch österreichisch, dass wir hier wieder ein bisschen länger brauchen als der Rest der Welt, aber Magenta zeigt jetzt, dass es geht. Wer ein iPhone mit Magenta-Vertrag hat, sollte sofort in die Einstellungen schauen (Apps > Nachrichten > RCS-Nachrichten). Wenn dort der Schalter umgelegt ist, siehst du im Eingabefeld deiner Nachrichten-App statt „Textnachricht“ nun den Schriftzug „RCS“. Die Blase bleibt zwar grün (Apple bleibt sich bei der Farbtrennung treu), aber die Technik dahinter ist endlich im 21. Jahrhundert angekommen.

Fazit

Magenta hat den RCS-Startschuss für das iPhone in Österreich gegeben. Damit wird die Kommunikation zwischen Apple- und Android-Nutzern endlich modern: Hochauflösende Medien, Tippanzeigen und Verschlüsselung sind nun Realität. A1 und Drei werden folgen müssen, um den Anschluss nicht zu verlieren. Ein echter Meilenstein für die digitale Souveränität in Österreich.

Kristijan Varzanovic 31.03.2026
Quellenverzeichnis (6)

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