Künstliche Intelligenz, Windows

Der Copilot-Exit: Microsoft gibt Admins endlich den Lösch-Button

25.04.2026 3 Min. Lesezeit
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Es ist offiziell: Seit dem 24. April 2026 stellt Microsoft IT-Verantwortlichen die neue Richtlinie „RemoveMicrosoftCopilotApp“ zur Verfügung. Damit reagiert Redmond auf den massiven Druck von Unternehmen, Behörden und Bildungseinrichtungen, die in der unlöschbaren KI-Integration ein Sicherheits- und Compliance-Risiko sahen.

Die neue Funktion ist ab Windows 11 Version 25H2 (mit installiertem Update KB5083769) verfügbar und lässt sich bequem über das Policy CSP oder die Gruppenrichtlinien (GPO) steuern. Es betrifft primär die Editionen Enterprise, Pro und Education.

Die Tücke mit den drei Hürden

Wer jetzt denkt, er könne die App einfach per Mausklick in der gesamten Domäne vernichten, sollte das Kleingedruckte lesen. Microsoft hat drei spezifische Bedingungen eingebaut, damit die GPO überhaupt greift:

  • Dual-Installation: Sowohl die Standard-Copilot-App als auch der Enterprise-Dienst (M365 Copilot) müssen auf dem Gerät vorhanden sein.
  • Keine Eigeninitiative: Der Nutzer darf die App nicht selbst manuell aus dem Store installiert haben.
  • Die 28-Tage-Frist: Die App darf innerhalb der letzten 28 Tage nicht gestartet worden sein.

Besonders der letzte Punkt ist technisch hinterhältig: Da Copilot oft standardmäßig mit dem System startet, wird der 28-Tage-Zähler ständig resettet.

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Admins müssen also zuerst den Auto-Start deaktivieren, bevor die Deinstallation Wochen später automatisch durchläuft. Die GPO findet ihr unter: Benutzerkonfiguration -> Administrative Vorlagen -> Windows-Komponenten -> Windows AI -> Microsoft Copilot-App entfernen.

Ein Sieg für die Souveränität

Ja endlich! Wir im VZC System haben von Anfang an davor gewarnt, dass das „Einfressen“ von KI-Agenten in jede Pore des Betriebssystems nach hinten losgeht. 

Dass Microsoft jetzt – im Jahr 2026 – endlich einräumt, dass Unternehmenskunden Kontrolle über installierte Software brauchen, ist kein „Geschenk“, sondern das absolute Minimum an professioneller Softwarepflege.

Meiner Meinung nach ist die 28-Tage-Regelung ein schlechter Witz. Es wirkt fast so, als wolle Microsoft den Abschied so schwer wie möglich machen.

„Oh, du hast versehentlich Win+C gedrückt? - Schade, jetzt musst du wieder einen Monat warten!“

Aber hey, immerhin gibt es jetzt einen offiziellen Weg, die App loszuwerden, ohne das System mit dubiosen PowerShell-Skripten von GitHub zu destabilisieren.

Wir sehen hier einen deutlichen Strategiewechsel hin zu einem „Performance First“-Programm. Microsoft hat gemerkt: KI ist cool, aber ein stabiles, beherrschbares System ist für die Arbeit wichtiger.

Wirst du die Copilot-App in deinem Netzwerk sofort per GPO auf die Abschussliste setzen, oder gibst du ihr als „stummen Beobachter“ doch noch eine Chance?
Tobias Wieser 25.04.2026
Quellenverzeichnis (5)

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