Apple & iOS

Die Untoten aus Cupertino: Warum das iPhone 6s auch 2026 noch Updates bekommt

21.03.2026 3 Min. Lesezeit
Foto: © Unsplash | @freestocks
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Nach dem Google Kosmos, geht es für uns direkt zurück in die Welt des Apfels! Während die Tech-Welt gebannt auf die ersten Leaks zum iPhone 18 starrt und iOS 27 Gerüchte die Schlagzeilen dominieren, hat Apple klammheimlich eine Ladung Software-Patches für Geräte veröffentlicht, die eigentlich schon im Technik-Museum stehen müssten.

Das iPhone 6s, das iPad Air 2 und das iPhone X haben frische Updates erhalten. Aber steckt dahinter pure Nächstenliebe oder ein handfestes Sicherheitsproblem? Ich habe mir die Build-Nummern und die Hintergründe angesehen.

Die Hard-Facts: Versionen & Build-Nummern

Apple hat zwei spezifische Zweige aktualisiert, um die Geräte abzusichern, die den Sprung auf die aktuellen Betriebssysteme nicht mehr geschafft haben:

  • iOS 15.8.7 (Build 19H411): Für das iPhone 6s, iPhone 7, das erste iPhone SE und das iPad Air 2.
  • iOS 16.7.15 (Build 20H380): Für das iPhone 8 und das legendäre iPhone X.

Dass das iPhone 6s im Jahr 2026 – also über 10 Jahre nach seinem Release – noch aktiv mit Patches versorgt wird, ist in der Branche absolut beispiellos. Denn die meisten Android-Flaggschiffe aus dieser Ära sind längst Elektroschrott oder fungieren bestenfalls noch als Briefbeschwerer.

Der "Coruna"-Exploit: Warum das Update kritisch ist

Unsere Recherche zeigt, dass es sich hier nicht um kosmetische Korrekturen handelt. Der Auslöser ist eine Sicherheitslücke namens "Coruna".

Dabei handelt es sich um eine Schwachstelle in der Systemarchitektur, die sogenannte Denial-of-Service (DoS) Angriffe ermöglicht. Angreifer könnten betroffene Geräte über präparierte Webinhalte oder Nachrichten komplett lahmlegen oder in Endlosschleifen schicken. Besonders pikant: Auf aktuellen Geräten wurde diese Lücke bereits vor über zwei Jahren geschlossen. Dass Apple sie jetzt für die Legacy-Hardware anpackt, lässt darauf schließen, dass es aktive Exploits gibt, die speziell auf ältere Nutzergruppen abzielen.

Unsplash | Szabo Viktor

Apple-Ökosystem: Ein zweischneidiges Schwert

Warum tut Apple das? Einerseits ist es ein gigantischer Marketing-Vorteil. Wer heute ein iPhone 17 kauft - weiß, dass er potenziell bis 2036 Support erhält. Andererseits zeigt es die Abhängigkeit von zentralen Diensten: Ohne diese Updates könnten iMessage oder FaceTime auf den alten Geräten bald den Dienst quittieren, da die Sicherheitszertifikate auslaufen.

Technisch gesehen ist die Wartung dieser alten Kernel-Versionen (iOS 15 basiert noch auf ganz anderen Strukturen als iOS 26) ein massiver Aufwand. Es ist ein stilles Eingeständnis, dass diese Geräte immer noch massenhaft im Umlauf sind – oft als Zweitgeräte oder für Kinder.

Unsere Einschätzung: Respekt, aber mit Beigeschmack

Wir finden es beeindruckend, dass Apple das iPhone 6s nicht sterben lässt. Es untermauert den Werterhalt. Aber man muss auch ehrlich sein: Die Performance unter iOS 15.8.7 ist auf einem A9-Chip grenzwertig. Es ist ein "Überlebens-Update", kein Performance-Boost. Dass die "Coruna"-Lücke so lange offen blieb, zeigt aber auch, dass Legacy-User bei Apple zwar nicht vergessen, aber definitiv nicht priorisiert werden.

Verena Fuchs 21.03.2026
Quellenverzeichnis (4)

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