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Hisense - Wenn der TV zur Werbetafel wird

13.03.2026 2 Min. Lesezeit
Foto: © Dieses Bild wurde mithilfe von künstlicher Intelligenz generiert
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Die Berichte von ifun.de (Originalbericht siehe Quellenangaben) bestätigen aktuell ein Szenario, das wir im VZC System schon länger als kritische Entwicklung auf dem Schirm haben.

Wer seinen Hisense-TV mit der aktuellen Firmware füttert, bekommt neuerdings beim Einschalten bildschirmfüllende Reklame serviert, die sich wie eine digitale Wand vor das eigentliche Interface schiebt. Es ist eine aggressive Form von Adware auf Systemebene, die das Vertrauen in die Hardware-Autonomie massiv untergräbt.

Unsplash | Andres Jasso

Aus urheberrechtlichen Gründen können wir euch leider kein aktuelles Bild von diesem Szenario zeigen, aber das Internet ist mittlerweile gut gefüllt damit.

Wir im Office haben ebenfalls einen TV vom chinesischen Hersteller, allerdings hat uns dieses Szenario (noch nicht) erreicht. Wahrscheinlich liegt es aber auch daran das wir die Vidaa Oberfläche so gut wie nie zu Gesicht bekommen, sondern direkt das Apple TV- oder Amazon FireTV-Stick - Interface.

Wir haben das Ganze aber natürlich für euch technisch evaluiert und sehen hier einen klaren Trend: Hersteller versuchen ihre Margen durch aggressive Werbe-Overlays zu retten, die direkt tief im Betriebssystem verankert sind. Das eigentliche Problem ist die Dreistigkeit, mit der diese Inhalte als "Nutzererlebnis" getarnt werden, während im Hintergrund Tracking-Daten abgeglichen werden, um die Anzeigen zu optimieren. Für ein Gerät, das man für teures Geld im Handel erwirbt, ist dieser Eingriff in die User Experience ein absoluter Tiefpunkt.

Unsplash | Kedibone Isaac Makhumisane

Um das System "wieder sauber" zu bekommen, führt kaum ein Weg an einer radikalen Netzwerk-Hygiene vorbei. Wir setzen schon seit langer Zeit auf eine strikte DNS-Filterung über Instanzen wie AdGuard Home oder ein Pi-hole, um die spezifischen Hisense-Backend-Domains wie https://www.google.com/search?q=hisense.com oder https://www.google.com/search?q=hismarttv.com direkt am Router abzufangen. Wer es noch konsequenter mag, kappt dem Fernseher komplett den Internetzugang und nutzt ihn nur noch als "dummen Monitor" für einen externen Zuspieler wie das Apple TV, eine Nvidia Shield oder einen Apple TV.

Im Jahr 2026 zeigt sich deutlicher denn je, dass ein Smart-TV ohne vorgeschaltete Firewall eigentlich kein privates Gerät mehr ist. Die Hersteller haben sich von der Idee verabschiedet, nur Hardware zu verkaufen, und setzen stattdessen auf ein dauerhaftes Service-Modell, bei dem der Nutzer mit seiner Aufmerksamkeit bezahlt.

Emir Hadzic 13.03.2026
Quellenverzeichnis (2)

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