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iOS 26.4: Apple versteckt unsere App-Updates im Untermenü

03.04.2026 3 Min. Lesezeit
Foto: © Unsplash | @glyamin
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Manchmal fragt man sich, was in den Köpfen der Designer in Cupertino vorgeht. Mit dem brandneuen Update auf iOS 26.4, das wir uns im April 2026 gerade genauer ansehen, hat Apple eine Funktion angefasst, die für viele von uns zum täglichen Workflow gehört: die App-Updates.

Bisher war es ganz einfach: Oben rechts auf das Profilbild im App Store tippen, kurz nach unten ziehen und die Liste der verfügbaren Aktualisierungen war da. Damit ist jetzt Schluss.

Apple hat die Update-Übersicht in ein Untermenü verbannt. Wer jetzt seine Apps manuell auf den neuesten Stand bringen will, muss erst sein Profil öffnen und dann einen extra Reiter anwählen. Meine Meinung dazu? Ein absoluter UX-Fail. Warum man eine der meistgenutzten Funktionen tiefer im System vergräbt, erschließt sich mir nicht. Es fühlt sich an, als wolle Apple uns mit sanfter Gewalt dazu drängen, die automatischen Updates zu aktivieren und die Kontrolle abzugeben.

UI-Rolle rückwärts und Tastatur-Frieden

Aber es gibt auch gute Nachrichten in der Version Build 23E246. Apple scheint endlich auf die Community zu hören, was die Platzierung der Suchleiste angeht. Seit iOS 26.0 experimentierte Apple mit dem "Liquid Glass"-Design, bei dem die Suchleiste am unteren Bildschirmrand klebte. Das hat für massiven Frust gesorgt, weil es schlichtweg unnatürlich war. Mit iOS 26.4 wandert die Suche nun endlich wieder dorthin, wo sie hingehört: an den oberen Rand.

Ein technisches Highlight dieser Version ist der Keyboard-Fix, der eigentlich schon viel früher hätte kommen müssen. Der berüchtigte Tastatur-Bug, bei dem Eingaben beim schnellen Tippen einfach verschluckt wurden, gehört damit endlich der Vergangenheit an.

© Unsplash | @lxrcbsv

Auch bei der Performance hat Apple unter der Haube spürbar nachgelegt. Das System läuft insgesamt runder als noch in Version 26.3.1. Vor allem die Inferenz-Latenz für KI-Vorschläge wurde optimiert, was sich besonders auf dem iPhone 16 Pro bemerkbar macht.

Man muss aber auch die Kehrseite klar ansprechen. Die Review-Zeiten im App Store sind aktuell problematisch. Entwickler warten teilweise bis zu 30 Tage auf eine Freigabe. Das sorgt dafür, dass viele neue Funktionen von iOS 26.4 in Drittanbieter-Apps derzeit noch gar nicht richtig ankommen oder schlicht nicht genutzt werden können.

Auch das neue Erscheinungsbild des App Store verdient einen kritischen Blick. Die neue Struktur wirkt zwar aufgeräumter und ordentlicher, gleichzeitig bricht sie aber mit vielen gelernten Abläufen der letzten zehn Jahre. Genau darin liegt der Knackpunkt: Was auf den ersten Blick moderner aussieht, kann sich im Alltag trotzdem ungewohnt oder sogar unpraktisch anfühlen.

Ein Update der kleinen Korrekturen

Für uns ist iOS 26.4 ein klassisches "Entschuldigungs-Update". Apple korrigiert die schlimmsten Design-Sünden von iOS 26.0 (Suchleiste!), baut aber gleichzeitig neue Hürden ein (Updates-Menü). Dass man den Tastatur-Fehler endlich behoben hat, ist für Vielschreiber wie uns ein Segen, kommt aber eigentlich sechs Monate zu spät.

Es bleibt dabei: Apple versucht das System 2026 immer mehr zu versiegeln. Die Verlagerung der Updates in ein Untermenü ist ein klares Signal in Richtung Automatisierung. Wer wie wir die volle Kontrolle über seine Versionen behalten will (Stichwort: Stabilität vor Feature-Hype), muss sich jetzt an einen zusätzlichen Klick gewöhnen. Ein kleiner Preis für ein endlich wieder funktionierendes Keyboard, aber dennoch ein unnötiger Stein im Weg.

Sophie Lindner 03.04.2026
Quellenverzeichnis (6)

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