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MacBook Neo: Apples neuer Einsteiger-Laptop – cleverer Preis, viele Kompromisse

04.03.2026 3 Min. Lesezeit
Foto: © Apple Newsroom | MacBook Neo
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Apple hat mit dem MacBook Neo sein neues Budget-MacBook vorgestellt, ein 13-Zoll-Notebook mit A18 Pro-Chip zum Einstiegspreis von etwa 599 $ bzw. ca. 699 € (mit 512 GB & Touch ID). Gegenüber bisherigen Modellen ist das Gerät eine überraschende Preis-Positionierung, die vor allem Schüler, Studierende und preisbewusste Käufer ansprechen soll.

© Apple Newsroom | MacBook Neo

Der Neo teilt viele Grundzüge moderner Macs: ein hochwertiges Aluminium-Gehäuse in vier Farben, ein Liquid Retina-Display, bis zu 16 Stunden Akku und ein Multi-Touch-Trackpad, dazu ein 1080p FaceTime-HD-Kamera und Stereo-Lautsprecher. Die Leistung des A18 Pro-Chips ist für Alltagsaufgaben mit Browser, Office, Medien und leichter Bildbearbeitung mehr als ausreichend.

Allerdings hat Apple an verschiedenen Stellen den Rotstift angesetzt: Touch ID gibt es nur in der teureren 512 GB-Version, nicht beim 256 GB-Basisgerät, selbst wenn man es extra möchte – mit anderen Worten: Speicher und Fingerabdrucksensor sind zwangskombiniert.

Die Tastatur ist nicht beleuchtet, das Display unterstützt kein TrueTone, und das Trackpad bietet kein Force-Touch wie bei teureren Modellen.

Zudem sind nur 8 GB RAM fest verbaut, was im Alltag für viele Nutzer spürbar knapp sein dürfte; 16 GB hätten wir als zukunftssichere, bessere Wahl gesehen, auch wenn Apple so den Preis drücken wollte.

© Apple Newsroom | MacBook Neo

Unterm Strich wirkt der Kauf des MacBook Neo bei Preisen nahe der MacBook-Air-Modelle irgendwie totaler Blödsinn, solange der Preis nicht deutlich fällt.

Für etwa 150 € mehr gibt es bereits ein M4 MacBook Air, das deutlich mehr Leistung, bessere Ausstattung und echte Mac-Alltagskraft bietet – ohne die massiven Kompromisse des neuen Neo.

Ein vergleichender Blick zu Apples Smartphone-Preisgestaltung zeigt ebenfalls einen merkwürdigen Entscheidungs-Kontrast: Beim iPhone 17e kostet der Sprung von 256 GB auf 512 GB rund 250 € Aufpreis, beim MacBook Neo hingegen nur etwa 100 € extra, dabei ist der Touch ID-Boost fest an das „mehr Speicher gleich mehr Komfort“ geknüpft – eine Preis-Logik, die viele Nutzer irritiert.

Ein weiterer Punkt: kein beleuchtetes Keyboard, kein TrueTone-Display, kein Force-Touch-Trackpad und nur zwei einfache USB-C-Ports ohne Thunderbolt spiegeln die kompromisshafte Positionierung wider. Das Gewicht ist nahezu identisch mit einem MacBook Air, was zeigt, dass Apple hier eher bei der Ausstattung, nicht bei der Hardware-Basis gespart hat.

Was viele Nutzer außerdem erwartet hätten, wäre ein 12-Zoll-Display, doch stattdessen setzt Apple auf ein klassisches 13-Zoll-Format – nicht schlecht, aber für einen Trend zu noch kompakteren Geräten verpasst.

Positiv hervorzuheben ist die neue Neongelb-Farbe (Citrus), die richtig cool und frisch wirkt – auch wenn man sich fragen muss, ob sie nach längerer Nutzung nicht zu viel des Guten ist.

© Apple Newsroom | MacBook Neo

In der Summe bleibt das MacBook Neo ein interessantes Konzept, bei dem Preis, Zielgruppe und Ausstattung aufeinander abgestimmt sind, aber aus VZC-System-Perspektive bleibt der Rat: erst recht bei Preisen über dem Einstieg – lieber zum stärkeren MacBook Air greifen, es sei denn, man will wirklich nur ein Basismodell für einfache Aufgaben.

Kristijan Varzanovic 04.03.2026
Quellenverzeichnis (5)

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