Netzwerk, Mobilfunk

Netz-Upgrade 2026: A1 macht 5G zum Gratis-Baseline für alle Kunden

08.04.2026 4 Min. Lesezeit
Foto: © Unsplash | @jonasleupe
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A1 hat den Mobilfunkmarkt in Österreich final in das 5G-Zeitalter katapultiert. Was lange Zeit als teures Premium-Feature für Business-Tarife oder High-End-Verträge galt, ist nun die technologische Grundvoraussetzung für jeden Nutzer im A1-Netz. Das Unternehmen hat die Schranken gefallen lassen und bietet 5G nun ohne Aufpreis für nahezu alle Kunden an – vom teuren Vertrag bis hin zur B.free-Wertkarte.

Das automatische Upgrade im Detail

Seit dem großflächigen Rollout, der Ende 2025 startete und im Frühjahr 2026 seinen Abschluss fand, hat A1 5G für alle bestehenden Privat- und Business-Tarife sowie für Cubes automatisch freigeschaltet. Laut aktuellen Marktdaten von Heute.at und dem LTE-Forum erfolgt die Umstellung schrittweise und ohne dass Kunden aktiv werden müssen.

Wichtig dabei: Die Freischaltung bedeutet nicht automatisch eine Erhöhung der vertraglich vereinbarten Maximalgeschwindigkeit (z. B. 50 oder 100 Mbit/s), sondern primär den Zugang zum 5G-Frequenzspektrum. Voraussetzung ist lediglich eine 5G-fähige SIM-Karte (beginnend mit der Seriennummer 89430156) und ein entsprechendes Endgerät wie das iPhone 17 oder das Samsung Galaxy S26.

© Dieses Bild wurde mithilfe von künstlicher Intelligenz generiert

Analyse: Warum A1 das Netz „verschenkt“

Wir dürfen hier nicht naiv sein: Das ist kein reines „Dankeschön“ an treue Kunden, sondern eine knallharte netzökonomische Notwendigkeit. Die 4G-Zellen (LTE) in städtischen Gebieten wie Wien, Linz oder Graz stoßen zu Stoßzeiten regelmäßig an ihre Kapazitätsgrenzen. Wenn A1 nun Millionen von Kunden ins 5G-Netz „schiebt“, entlastet das die alten LTE-Bänder massiv.

Laut dem aktuellen CHIP Netztest 2026 ist A1 mit dieser Strategie zum „Highspeed-Überflieger“ im deutschsprachigen Raum aufgestiegen. Mit Spitzenwerten von bis zu 874 MBit/s bei den schnellsten Messungen zeigt sich, dass das 5G-Netz die Last deutlich besser verteilen kann als das in die Jahre gekommene 4G-Netz. A1 profitiert also von stabileren Netzen und weniger Support-Anfragen wegen „langsamem Internet“.

NSA vs. SA und das 3,5-GHz-Band

Technisch gesehen nutzt A1 für dieses Breitensport-Angebot vorwiegend 5G Non-Standalone (NSA). Das bedeutet, das 5G-Signal wird über einen bestehenden LTE-Ankerpunkt koordiniert. Das bringt zwar den Speed-Vorteil der breiten Frequenzbänder im 3,5-GHz-Bereich, schöpft aber das volle Potenzial bei den Latenzzeiten noch nicht aus.

Für die wirkliche Revolution, 5G Standalone (SA), bei der das Netz komplett unabhängig von LTE operiert, hält A1 die Zügel noch etwas straffer. Während Mitbewerber wie Drei bereits verstärkt auf SA setzen, nutzt A1 die Masse der Kunden, um das bestehende Spektrum effizienter auszulasten. 5G ist zudem energetisch deutlich effizienter: Pro übertragenem Gigabyte verbraucht die 5G-Infrastruktur bis zu 80 % weniger Strom als LTE, was bei den aktuellen Energiepreisen für einen Provider wie A1 ein entscheidender Faktor ist.

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Problem, Ursache und Lösung

  • Problem: Kunden mit 5G-Handys haben trotz Freischaltung oft keine 5G-Verbindung oder klagen über hohen Akkuverbrauch.
  • Ursache: Oft ist in den iOS- oder Android-Einstellungen noch „LTE“ als bevorzugter Netzwerktyp fest hinterlegt, oder das Gerät springt aufgrund mangelnder 5G-Standalone-Optimierung ständig zwischen den Netzen hin und her (Paging).
  • Lösung: In den Mobilfunkeinstellungen manuell auf „5G automatisch“ umstellen. Wer Akku sparen will, sollte „5G Ein“ vermeiden, da das Modem sonst auch bei schlechtem Empfang krampfhaft nach einer 5G-Zelle sucht.

Ein Sieg für die User, aber mit Schattenseiten

Meiner Meinung nach ist der Schritt von A1 überfällig und absolut richtig. Es macht 2026 keinen Sinn mehr, einen technologischen Standard künstlich zu verknappen, nur um 5 Euro extra pro Monat zu kassieren. Dass A1 hier vorprescht, setzt die Konkurrenz unter Druck und macht Österreich im internationalen Vergleich wieder wettbewerbsfähiger.

Doch Vorsicht: Die beste 5G-Anbindung nützt nichts, wenn die Basis-Infrastruktur versagt. Der CHIP Netztest 2026 zeigt nämlich auch eine bittere Wahrheit: Die Netzqualität in Fernzügen hat sich verschlechtert. A1 ist zwar auch hier Testsieger, aber eine Note von 1,73 bei der Bahn-Telefonie zeigt, dass wir noch weit von einer lückenlosen Versorgung entfernt sind. 5G für alle ist super – aber wir brauchen es auch dort, wo wir uns bewegen, nicht nur neben dem Sendemast in der City.

A1 hat 5G vom Luxusgut zum Grundrecht befördert – ein kluger Schachzug, um die Netzstabilität zu retten, bevor das alte LTE unter der Datenlast kollabiert. Wer jetzt noch ein reines LTE-Handy nutzt, bremst sich 2026 selbst aus.

Hast du das 5G-Symbol schon auf deinem Display entdeckt, oder merkst du in deiner Region trotz Upgrade noch keinen Unterschied beim Surfen?


Info zur unabhängigen Berichterstattung: Dieser Artikel dient der objektiven Information und wurde nicht durch Anzeigenkunden beeinflusst.

Tobias Wieser 08.04.2026
Quellenverzeichnis (8)

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