Apple & iOS

SimpleBanking – Schicker macOS-Kontocheck mit kleinen Funktionslücken

19.03.2026 3 Min. Lesezeit
Foto: © Unsplash | @ jankolar
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Banking-Apps am Rechner sind meistens eine Qual: Entweder man nutzt die völlig überladenen Web-Interfaces der Banken oder man greift zu teuren Profi-Tools. Maik Klotz hat mit SimpleBanking (aktuell in Version 1.2.1) ein Open-Source-Tool veröffentlicht, das den Kontostand direkt in die macOS-Menüleiste bringt. Technisch ist das Ganze extrem schlank umgesetzt, lässt aber für Power-User noch einiges vermissen.

Der Unterbau: Swift, SwiftUI und die YAXI-API

Was uns technisch gefällt: Das Tool ist kein aufgeblasener Web-Wrapper. Es setzt auf Swift und SwiftUI, was für eine minimale CPU-Last sorgt. Für den Zugriff auf die Kontodaten nutzt die App den YAXI-Service (Open-Banking-Schnittstelle). Damit werden gängige deutsche Institute via PSD2/FinTS angebunden.

Ein Blick in den Code zeigt, dass hier strikt auf Read-Only gesetzt wird. Es gibt keine integrierte Überweisungsfunktion. Das ist sicherheitstechnisch ein guter Move des Entwicklers, schränkt die App aber auf ein reines Monitoring-Tool ein - was wir aber ehrlicherweise so auch gut finden. Denn wer Geld überweisen muss, darf und sollte weiterhin das von der Bank bereitgestellte Online-Banking benutzen.

Screenshot / Bild von simplebanking.de

Wo es hakt: Die Plattform-Exklusivität

Hier müssen wir direkt den Finger in die Wunde legen: SimpleBanking ist ein reines macOS-Tool. Wir finden es extrem schade, dass Nutzer unter Windows oder Linux komplett außen vor bleiben. Gerade in einer Arbeitsumgebung, in der oft zwischen den Systemen gewechselt wird, wäre eine plattformübergreifende Lösung (vielleicht auf Rust-Basis oder als Flutter-App) wünschenswert gewesen. So bleibt es ein exklusives Gadget für die Apple-Welt. Aber wer weiß, vielleicht sehen wir auch bald ein Windows Release, wir können und wollen ja nichts ausschließen - schließlich können wir auch nicht in die Zukunft blicken.

Screenshot / Bild von simplebanking.de

Die funktionalen Nachteile: Kein Krypto, keine Depots

Wer sein Portfolio modern aufgestellt hat, wird schnell enttäuscht sein. Aktuell konzentriert sich das Tool rein auf klassische Girokonten.

  • Keine Krypto-Wallets: Wer seine Bitcoin-Bestände oder Ethereum-Wallets tracken will, sucht vergeblich nach einer API-Einbindung.
  • Keine Depots: Aktien-Depots oder ETFs werden nicht eingelesen. Das verzerrt den „Financial Health Score“ der App natürlich massiv, wenn das eigentliche Vermögen bei Scalable, Trade Republic oder auf der Blockchain liegt.
  • Manuelle Nacharbeit: Da die Kategorisierung oft auf Standard-Filtern basiert, muss man bei speziellen Buchungen öfter mal manuell eingreifen, was den „Automatisierungs-Vibe“ etwas stört.

Knackiger technischer Einblick & Unser Fazit

Die Einbindung der Menüleiste erfolgt über das MenuBarExtra-Prokoll von SwiftUI, was ab macOS 13 wirklich sauber funktioniert.

Die App ist ein schönes Projekt für Puristen, die eine native Apple-Erfahrung suchen. Aber: Die Beschränkung auf macOS und das Fehlen von Krypto- und Depot-Schnittstellen macht es für uns derzeit eher uninteressant, was as aber keineswegs ist! Wer nur wissen will, ob das Gehalt schon da ist, wird glücklich. Wer seine gesamten Finanzen im Blick behalten will, muss weiterhin zu komplexeren (und meist kostenpflichtigen) Alternativen greifen.

Hinweis zur Bildredaktion: Sollte Herr Klotz mit der Verwendung des Bildmaterials auf unserer Webseite nicht einverstanden sein, bitten wir um eine kurze Kontaktaufnahme – wir finden hierfür sicher umgehend eine einvernehmliche Lösung. - Euer VZC System Admin.

Kristijan Varzanovic 19.03.2026
Quellenverzeichnis (4)

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