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Über 70% Marktanteil – iPhone lässt Konkurrenz bei Satellitenfunk alt aussehen

06.05.2026 3 Min. Lesezeit
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Apple greift nach den Sternen: iPhone dominiert Satelliten-Markt fast im Alleingang

Stellt euch vor, ihr seid mitten in den Alpen oder in der tiefsten Einöde unterwegs – kein Balken Empfang, absolute Funkstille. Genau hier setzt Apple seit dem iPhone 14 an und hat damit eine Goldader getroffen. 

Während andere Hersteller noch über Standards diskutieren, hat Cupertino Fakten geschaffen.

Neue Zahlen zeigen jetzt: Wenn es um die Verbindung zum All geht, spielt Apple in einer völlig eigenen Liga.

Die nackten Zahlen vom Himmel

Laut aktuellen Daten von Counterpoint Research ist das iPhone das Maß aller Dinge bei satellitenfähigen Smartphones. Im Jahr 2025 entfielen satte 71,6 Prozent aller ausgelieferten Geräte mit dieser Technik auf Apple.

Zum Vergleich: Samsung hinkt mit gerade einmal 15,9 Prozent weit hinterher, gefolgt von Huawei (6,1 %) und Google (2,2 %). Apple hat es geschafft, ein Nischen-Feature für Extremsportler zu einem Standard-Verkaufsargument für die breite Masse zu machen.

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Das technische Dilemma: Insellösung vs. Standard

Warum ist Apple so weit vorne? Wir sehen hier eine klassische Strategie: Apple setzt auf eine eigene, tief ins System integrierte Lösung. Das funktioniert heute reibungslos, bindet den Nutzer aber an den „goldenen Käfig“. Android-Größen wie Samsung, Xiaomi oder Oppo fahren einen anderen Kurs.

Sie warten auf den sogenannten 3GPP-NTN-Standard. (Infos dazu gibt es hier.)Das klingt kompliziert, bedeutet aber eigentlich nur: Sie wollen, dass Satellitenfunk wie eine normale Erweiterung des Mobilfunknetzes funktioniert – herstellerübergreifend und skalierbar. Apple hat den First-Mover-Vorteil, Android hofft auf die Kraft der Masse.

Was bringt das uns Nutzern eigentlich?

Bisher ist die Funktion vor allem ein Lebensretter. Wer im Funkloch verunglückt, kann per Textnachricht Hilfe rufen. Das ist zwar beruhigend, aber im Alltag für 99 % der Leute nutzlos.

Doch wir stehen erst am Anfang. Die Entwicklung geht dahin, dass wir bald keine Notruf-SMS mehr schicken, sondern über Satellit echtes 5G-Internet nutzen könnten. Bis 2030 sollen fast die Hälfte (46 %) aller weltweit verkauften Smartphones satellitenfähig sein.

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Meine Einordnung: Marketing-Gag oder Revolution?

Ganz ehrlich? Momentan ist der Vorsprung von Apple vor allem eines: verdammt gutes Marketing für ein Feature, das man hoffentlich nie braucht. Es ist beeindruckend, wie Apple diese Technik als „Must-Have“ verkauft hat, während Android-Nutzer oft gar nicht wissen, ob ihr Handy das überhaupt kann.

Aber: Die Dominanz könnte bröckeln, sobald die offenen Standards greifen und Satelliten-Datenpakete so normal werden wie Roaming im Ausland. Apple hat das Feld bestellt, aber die Konkurrenz fängt gerade erst an, den Traktor zu starten.

Kurz & Knapp

Das iPhone bleibt für alle, die oft abseits der Zivilisation unterwegs sind, die sicherste Wahl. Der enorme Marktanteil sorgt dafür, dass Apple das Feature weiter aggressiv ausbaut. Für die breite Masse wird es erst richtig spannend, wenn aus dem „Notruf-SOS“ echtes Internet wird – und da hat Apple aktuell den größten Hebel bei den Providern.

Apple hat das Weltall besetzt, während der Rest der Branche noch am Boden die Anleitung liest.

Glaubst du, dass wir in zwei Jahren überhaupt noch Funklöcher haben, oder übernimmt der Satellit dann einfach komplett?
Emir Hadzic 06.05.2026
Quellenverzeichnis (7)

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