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Vibe Coding: Programmieren per Prompt statt per Code

11.06.2026 2 Min. Lesezeit
Foto: © Unsplash | @f12r
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KI verändert gerade die Art, wie Software entsteht.

Statt jede Zeile Code selbst zu schreiben, nutzen immer mehr Entwickler sogenannte „Prompts“, um sich Funktionen, Skripte oder ganze Projekte generieren zu lassen. Dieser Trend wird aktuell unter einem Begriff zusammengefasst: Vibe Coding.

Unsplash / @bharath9110

Der Begriff taucht zunehmend in Entwickler-Communities und auf Social Media auf. Gemeint ist damit eine lockere, KI-gestützte Art zu programmieren.

Statt klassische Entwicklungsprozesse mit Planung, Architektur und manueller Implementierung zu verfolgen, beschreiben Entwickler einfach ihr Ziel – und lassen den Code von KI-Systemen generieren.

Tools wie ChatGPT, Google Gemini oder unser Favorit Claude AI können heute bereits ganze Funktionen, Skripte oder kleine Anwendungen erstellen.

Besonders bei Prototypen, Automationen oder kleineren Webprojekten sparen Entwickler damit viel Zeit. Ein kurzer Prompt reicht oft aus, um eine funktionierende Basis zu erhalten.

Der Richtige weg mit Vibe Coding - generiert mit Hilfe von künstlicher Intelligenz

Der Begriff „Vibe Coding“ ist dabei teilweise humorvoll gemeint. In Memes wird der Unterschied zwischen klassischen Entwicklern und sogenannten „Vibe Codern“ überspitzt dargestellt:

Während traditionelle Programmierer Architektur planen, Code strukturieren und testen, beschreibt der Vibe-Coding-Ansatz eher ein experimentelles Vorgehen – Prompt schreiben, Code generieren lassen, ausprobieren und iterieren.

Trotzdem steckt hinter dem Trend eine ernsthafte Entwicklung.

KI wird immer stärker Teil moderner Entwicklungsprozesse. Viele Entwickler arbeiten heute bereits in einem hybriden Modell: Der Mensch übernimmt Planung, Logik und Architektur – die KI unterstützt beim Schreiben von Code.

Der falsche Weg mit Vibe Coding - generiert mit Hilfe von künstlicher Intelligenz

Allerdings gibt es auch Kritik. Wer Code nur generiert, ohne ihn zu verstehen, kann später Probleme bekommen. Fehleranalyse, Sicherheit und Skalierung erfordern weiterhin technisches Wissen.

KI kann vieles beschleunigen, ersetzt aber nicht das Verständnis für Softwareentwicklung.

Auch wir bei VZC System nutzen KI-Tools im Entwicklungsprozess. In gewisser Weise könnte man also sagen, dass auch wir Vibe Coding einsetzen – allerdings immer mit dem technischen Wissen dahinter.

Für uns ist KI ein Werkzeug, das repetitive Aufgaben schneller macht, nicht ein Ersatz für Entwickler.

Gleichzeitig glauben wir, dass dieser Ansatz langfristig eine große Rolle spielen wird.

Wenn man zehn Jahre in die Zukunft blickt, wird Programmierung vermutlich anders aussehen als heute. Webseiten, Apps und Software könnten immer stärker durch KI-gestützte Workflows entstehen.

Die zentrale Frage ist deshalb nicht, ob sich Programmieren verändert – sondern wie schnell diese Veränderung passiert.

Kristijan Varzanovic 11.06.2026
Quellenverzeichnis (4)

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