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80 Jahre ENIAC: Warum wir heute eigentlich mal kurz innehalten sollten

15.02.2026 2 Min. Lesezeit
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Heute ist der 15. Februar 2026. Vor exakt 80 Jahren wurde der ENIAC in Philadelphia angeworfen. Wenn man sich die Kiste heute anschaut, fragt man sich eigentlich nur eines: Wie zum Teufel haben die damit überhaupt irgendwas berechnet?

Weg mit dem Hochglanz-Vergleich

Jeder zieht heute den Vergleich zum iPhone – ja, wir wissen es, das Handy ist schneller. Aber der ENIAC war kein schlankes Gadget, sondern ein 30-Tonnen-Monster aus Stahl und 17.500 Vakuumröhren.

Das Ding hat 150 Kilowatt gezogen. Nur mal zum Vergleich: Das ist so, als würdest du 100 Wasserkocher gleichzeitig laufen lassen, nur um 5.000 Additionen pro Sekunde zu schaffen. Effizienz? Absolute Fehlanzeige.

"Programmieren" war damals echte Knochenarbeit

Was mich an der Story heute am meisten fasziniert, ist nicht die Rechenpower, sondern die Bedienung. Es gab keine Software. Wenn du eine neue Gleichung berechnen wolltest, musstest du tagelang Kabel umstöpseln. Wer heute über ein fehlerhaftes Docker-Image oder eine zerschossene Config-Datei auf seinem UGREEN NAS flucht, sollte sich mal vorstellen, physisch hunderte Kabel in einem lauten, heißen Raum zu sortieren.

Die Ausfallrate war der Wahnsinn: Mehrmals pro Woche ist eine Röhre abgeraucht. Man verbrachte mehr Zeit mit der Fehlersuche als mit dem eigentlichen Rechnen. Klingt irgendwie vertraut, wenn man sich den aktuellen Status mancher "Smart Home Standards" wie Matter anschaut, oder?

VZC System Check: Was bleibt nach 80 Jahren?

Wir feiern heute nicht die Geschwindigkeit, sondern die Tatsache, dass Hardware-Souveränität damals noch ganz anders aussah. Man konnte jede Röhre einzeln tauschen. Heute? Wenn dein Chip auf dem Board stirbt, ist die Hardware Elektroschrott. Feiert den Tag, indem ihr mal kurz in eure Server-Racks oder hinter die Fritzbox schaut. Entstaubt die Kisten mal wieder. Hitze war beim ENIAC der Feind Nummer eins – und das ist sie bei unseren kompakten Systemen heute immer noch. Der ENIAC war ein lautes, hitziges und extrem zickiges Stück Technik. Aber er war der Beweis, dass Elektronik denken kann. Wir haben heute zwar schickere Gehäuse, aber am Ende des Tages kämpfen wir immer noch mit den gleichen Problemen: Hitze, Kabelsalat und Software, die nicht das macht, was sie soll.

Jetzt mal ehrlich: Wann hast du das letzte Mal physisch ein Kabel an deinem Setup getauscht, statt nur per Software-Reboot zu hoffen, dass es wieder läuft?

Patrick Brunner 15.02.2026
Quellenverzeichnis (2)

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