Künstliche Intelligenz, Apple & iOS +2

Comet auf dem iPhone: Perplexity’s „Agentic Browser“ im Realitätscheck

22.03.2026 3 Min. Lesezeit
Foto: © Bild: Perplexity | Comet
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Nach dem Desktop-Launch und der Android-Version ist der KI-Browser Comet von Perplexity nun endlich auch im iOS App Store gelandet (Release: 18. März 2026). Ursprünglich für den 11. März geplant, gab es eine knappe Woche Verzögerung – vermutlich, um die letzten Bugs in der App-Store-Abnahme zu glätten.

Was steckt technisch unter der Haube?

Auf dem iPhone kochen alle mit Wasser – oder besser gesagt mit WebKit. Da Apple Drittanbieter-Engines auf iOS (noch) stark einschränkt, ist Comet im Kern ein WebKit-Browser. Die Magie soll laut Perplexity im „Comet Assistant“ liegen, der direkt in die Browsing-Experience integriert ist. Die aktuelle Version der App liegt bei 26.11.0 und ist frisch im App Store verfügbar. Für die Nutzung wird mindestens iOS 17.0 vorausgesetzt, ältere Geräte bleiben damit außen vor.

Ein klarer Nachteil zeigt sich beim Thema Plattform-Support: Eine optimierte Version für iPadOS fehlt derzeit komplett. Gerade für Power-User, die ihr Tablet aktiv für Recherche oder längere Sessions nutzen, ist das ein spürbarer Rückschritt.

Foto: Screenshot Perplexity.ai

Funktional setzt Comet auf eine sogenannte Hybrid-Suche. Dabei werden klassische Suchergebnisse – etwa für schnelle Infos wie Wetter oder Sportergebnisse – mit der Antwort-Engine von Perplexity kombiniert. Das sorgt dafür, dass einfache Anfragen direkt beantwortet werden, während komplexere Fragen deutlich tiefergehend analysiert und aufbereitet werden.

Deep Dive & Bewertung

Man muss ehrlich sein: Auf dem Desktop ist Comet ein Monster, weil er dort Aufgaben wie Formulare ausfüllen oder Daten über Tabs hinweg vergleichen kann. Auf dem iPhone ist das durch das Sandboxing von iOS deutlich schwieriger. Der „agentische“ Ansatz – also dass die KI für dich handelt – fühlt sich auf dem Smartphone eher wie ein smarter Wrapper an.

Ein echtes Highlight ist jedoch der Voice Mode. Du kannst die Website, auf der du gerade bist, per Sprache „befragen“, ohne die Tastatur zu nutzen. Das funktioniert erstaunlich flüssig, solange die Internetverbindung stabil ist.

Aber: Die Performance-Fresser, die wir vom Desktop kennen (hoher CPU-Load), könnten hier an der Akkulaufzeit nagen, da die KI-Verarbeitung massiv auf Cloud-Ressourcen und lokale Analyse setzt.

Wenn ihr eines der aktuellen iPhones benutzt, habt ihr ohnehin Apple Intelligence am Start. Comet ist hier die spezialisierte Alternative für alle, die tiefe Recherche-Inhalte statt nur schneller Zusammenfassungen wollen. Aber Vorsicht: Es ist kein Safari-Killer, solange Apple die Standard-App-Integration so eng hält.

Comet auf dem iPhone ist ein starkes Tool für Recherche-Junkies, leidet aber unter den typischen iOS-Einschränkungen. Es ist im Grunde Perplexity in einem Browser-Kleid, das vor allem durch den Voice Mode und die Tab-übergreifende Intelligenz punktet. Wer kein iPad nutzt, kann zugreifen – alle anderen warten weiter auf die Tablet-Optimierung.

Verena Fuchs 22.03.2026
Quellenverzeichnis (3)

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