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Der langsame Tod von LTE: Warum das 4G-Netz bald endgültig den Stecker gezogen bekommt

11.05.2026 2 Min. Lesezeit
Foto: © Unsplash | @dyl_carr
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Der eiskalte Fahrplan: Wer wann den Stecker zieht

4G war lange unser verlässliches Rückgrat, doch die Industrie macht sich bereits warm, um den Standard endgültig abzusägen.

Die komplette Abschaltung von UMTS (3G) im Jahr 2021 war offensichtlich nur das sanfte Vorspiel. Jetzt haben die Marktforscher von Counterpoint einen sehr konkreten Zeitplan skizziert, ab wann LTE aus unseren Netzen verschwinden wird.

Für mich riecht dieser extrem schnelle Wechsel verdächtig nach geplanter Obsoleszenz der Hardware-Industrie. Natürlich ist 5G deutlich performanter, aber dieser harte Cut macht perfekt funktionierende Edge-Devices bald völlig wertlos.

Schauen wir uns die gnadenlosen Fakten und den gestaffelten globalen Exekutionsplan einmal genauer an.

Der aktuelle Report lässt leider absolut keinen Raum für falsche Hoffnungen. Die Umstellung passiert logischerweise nicht über Nacht, aber die ersten Dominosteine fallen deutlich früher als bisher angenommen.

Dabei zeigt sich der globale Übergang extrem stark fragmentiert:

  • 2028 bis 2029 (Die Vorreiter): China, Japan und Nordamerika machen den harten Anfang, gefolgt von Europa kurz darauf.
  • 2035 bis 2040 (Die Nachzügler): Lateinamerika, Indien, Teile Südostasiens und der Mittlere Osten lassen sich deutlich mehr Zeit.
  • Nach 2040 (Die Überlebenden): In weiten Teilen Afrikas und in Russland wird LTE noch für ewige Zeiten weiterfunken.
© Unsplash | @ssahil0210

IoT-Geräte als wahre Kostenfalle

Das eigentliche Drama spielt sich aber gar nicht auf unseren Hochleistungs-Smartphones ab, sondern tief im unsichtbaren IoT-Sektor.

Unzählige Sensoren, Smart-Home-Komponenten und industrielle Tracker verlassen sich beim Senden von Metadaten blind auf die günstigen Standards LTE-M oder NB-IoT.

Hier wird der erzwungene Wechsel auf das 5G-Netz zu einem gigantischen finanziellen und technischen Kraftakt.

Als vermeintliche Retter bringt die Mobilfunkbranche jetzt 5G RedCap und eRedCap ins Spiel. Diese abgespeckten Funktechnologien setzen zwingend ein echtes 5G-Standalone-Netz voraus, das hierzulande immer noch peinlich langsam ausgebaut wird.

Obendrauf sind diese neuen Empfangsmodule im direkten Vergleich zu etablierten 4G-Chips aktuell völlig überteuert.

Fazit

Wir müssen unsere Hardware-Zyklen jetzt radikal überdenken. Wer heute noch große Flotten an industriellen IoT-Sensoren oder Fallback-Routern rein auf 4G-Basis einkauft, verbrennt auf lange Sicht bares Geld.

Setzt bei Neuanschaffungen ab sofort zwingend auf 5G-fähige Modelle, auch wenn der initiale Stückpreis momentan noch ordentlich schmerzt.

Der globale 4G-Exit ab 2028 ist kein düsteres Zukunftsgespenst mehr, sondern ein knallharter Industriefahrplan, der den Betrieb unserer bestehenden IoT-Infrastruktur extrem verteuern wird.

Kristijan Varzanovic 11.05.2026
Quellenverzeichnis (3)

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