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MacBook Neo Benchmarks – Wenn der iPhone-Chip den M1 jagt

07.03.2026 3 Min. Lesezeit
Foto: © Dieses Bild wurde mithilfe von künstlicher Intelligenz generiert
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Die Katze ist aus dem Sack: Die ersten Geekbench-Werte für das MacBook Neo sind da und sie bestätigen genau das, was wir beim VZC System vermutet haben. Apple hat hier keinen „echten“ Mac-Prozessor verbaut, sondern nutzt den A18 Pro aus dem iPhone 16 Pro. Aber bevor jetzt alle „Spielzeug-Laptop“ schreien: Die Zahlen erzählen eine spannende Geschichte über Apples CPU-Architektur und damit möchten wir gleich weiter machen.

Single-Core-Performance: Der Wolf im Schafspelz

Das MacBook Neo erreicht im Single-Core-Test stolze 3.461 Punkte. Das ist eine Ansage. Damit liegt das 699-Euro-Gerät satte 48 % über dem M1 und überholt sogar den M2. Es kratzt sogar an den Werten des M3.

  • Warum das wichtig ist: Beim Öffnen von Apps, dem Laden von Webseiten oder dem Scrollen durch Dokumente zählt fast nur die Single-Core-Leistung.
  • Die Realität: In diesen „Snappy“-Momenten wird sich das MacBook Neo schneller anfühlen als ein MacBook Air M2. Das ist ein cleverer Move von Apple für die Zielgruppe (Schüler, Studenten, Office-User).
Offizelles Artikelbild aus dem Apple Newsroom.

Multi-Core & GPU: Hier zieht Apple die Bremse

Sobald es an die Arbeit geht, merkt man, dass Kerne fehlen. Mit nur 8.668 Punkten im Multi-Core-Test landet das Neo exakt auf dem Niveau des M1 von 2020.

  • GPU-Einbußen: Im Metal-Benchmark kommt das Neo auf 31.286 Punkte. Das ist sogar etwas weniger als das iPhone 16 Pro (ca. 32.500), weil Apple im Neo eine gebinnete 5-Core GPU verbaut (statt 6 Kernen im iPhone).
  • Unsere Einschätzung: Apple will unter keinen Umständen, dass das Neo das MacBook Air M4 (ca. 54.000 Metal-Punkte) kannibalisiert. Videoschnitt in 4K? Geht, macht aber auf dem Air deutlich mehr Spaß.

Display & Anschlüsse: Die Schattenseite des Preises

Die Benchmarks bei ifun.de zeigen nur die halbe Wahrheit. Wer tiefer in die Specs schaut, findet die wahren Einsparungen:

  • Display: 500 Nits sind okay, aber es fehlt der P3-Farbraum und True Tone. Es ist ein Standard-IPS-Panel – gut für Netflix, schlecht für farbechte Bildbearbeitung.
  • I/O-Hell: Ein Port mit USB 3 Speed, der andere nur mit USB 2.0. Wer 2026 noch USB 2.0 in einem Laptop verbaut, muss Mut haben (oder eine sehr hohe Marge).
Ein schriftliches Benchmark von uns, da wir im VZC System aufgrund derzeit fehlender Hardware keinen Benchmark durchführen können. Das Gerät steht aktuell noch nicht zum Verkauf.

Feines Fazit

Das MacBook Neo ist ein „Single-Thread-Monster“ zum Discounter-Preis. Für Alltagstasks ist es dank der modernen A18-Architektur extrem flott. Doch die schwache Multi-Core-Leistung und der beschnittene Grafik-Chip zeigen klar: Apple hat hier ein perfektes „Schreibmaschinen-Upgrade“ gebaut, aber kein Werkzeug für Kreative. Für 699 Euro bekommt man das modernste App-Opening-Erlebnis, aber eben auch die Technik-Limits von vor fünf Jahren bei der GPU.

Lena Gruber 07.03.2026
Quellenverzeichnis (3)

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