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Maskierung & Workflow: DxO PhotoLab 9 im harten Check

02.05.2026 3 Min. Lesezeit
Foto: © Unsplash | @jakubzerdzicki
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Wer seine RAW-Fotos wirklich ernst nimmt, landet früher oder später bei den Spezialisten aus Frankreich - wenn auch nur testweise. Wir haben uns das neue DxO PhotoLab 9 genau angeschaut, denn die Entwickler versprechen nichts Geringeres als die beste Bildqualität auf dem Markt.

In einer Zeit, in der fast jeder Software-Riese auf nervige Abos setzt, bleibt DxO seinem Kurs treu: Einmal zahlen, für immer besitzen – aber ist die Technik dahinter auch den hohen Preis wert?

DxO hat die neunte Version seiner Flaggschiff-Software veröffentlicht. Das Herzstück ist die neue DeepPRIME XD3-Technologie. Während andere Programme nur oberflächlich glätten, greift PhotoLab 9 tief in die digitale Struktur der Bilder ein, um Rauschen zu eliminieren und gleichzeitig Details zu retten, die man eigentlich schon verloren glaubte. 

Besonders spannend für uns: Der Workflow wurde an vielen Stellen entschlackt, um den Vorsprung zum Platzhirsch Lightroom zu verkleinern.

Was bedeutet das technisch?

Wir reden hier nicht von einfachem Weichzeichnen. Die XD3-Engine basiert auf neuronalen Netzen, die Milliarden von Bildbeispielen gelernt haben.

  • Demosaicing & Denoising: Normalerweise sind das zwei getrennte Schritte. DxO macht beides gleichzeitig. Dadurch entstehen weniger Artefakte und die Schärfe bleibt natürlich.
  • Objektiv-Profile: DxO vermisst Kameras und Objektive im eigenen Labor. Die Software weiß also exakt, dass dein Objektiv bei 24mm am Rand leicht unscharf ist, und rechnet das mathematisch präzise raus.
  • Control Points: Die lokale Anpassung wurde verbessert. Wir können nun Masken viel präziser setzen, ohne stundenlang mit dem Pinsel hantieren zu müssen.

Der größte Benefit ist die Rettung von High-ISO-Aufnahmen.

Beispiel: Stell dir vor, du fotografierst bei einer Hochzeit in einer dunklen Kirche mit ISO 6400. Normalerweise hättest du ein buntes Pixelrauschen. Mit PhotoLab 9 sieht das Bild nach der Bearbeitung fast so sauber aus, als hättest du bei Tageslicht fotografiert.

Es macht alte Kameras wieder modern und kitzelt aus neuen Sensoren das Maximum heraus. Zudem profitiert man von einer extremen Zeitersparnis bei der Objektivkorrektur – das Programm macht das einfach besser als jede andere Software, die wir kennen.

Welche Nachteile oder Risiken gibt es?

Wir müssen ehrlich sein: DxO PhotoLab 9 ist kein Schnäppchen. Mit rund 229 Euro für die Vollversion (oder 109 Euro für das Upgrade) ist der Einstieg teuer.

Außerdem ist die Software ein echter Ressourcen-Fresser. Wer keinen aktuellen Rechner mit einer starken Grafikkarte besitzt, wird bei der XD3-Berechnung eines einzelnen Bildes locker 30 Sekunden oder länger warten. Ein weiterer Punkt: 

Die Einarbeitung dauert. Wer von Lightroom kommt, wird die Ebenen-Logik am Anfang vermissen, da DxO einen anderen, eher mathematischen Ansatz verfolgt.

Fazit

DxO PhotoLab 9 ist kein Spielzeug für Gelegenheitsknipser, sondern ein Präzisionswerkzeug. Für uns ist es eine gute Wahl, wenn es um die reine Bildqualität geht. er das Maximum aus seinen RAW-Dateien herausholen will und keine Lust auf das Adobe-Abo hat, kommt an dieser Version kaum vorbei.

Die XD3-Engine ist technisch beeindruckend und rechtfertigt für Profis und ambitionierte Amateure den hohen Preis. Es ist schlichtweg die beste „Dunkelkammer“ für digitale Negative, die man derzeit für Geld kaufen kann.

Sophie Lindner 02.05.2026
Quellenverzeichnis (3)

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