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Apple Maps via Satellit? Was die Amazon-Kooperation technisch möglich macht

29.04.2026 4 Min. Lesezeit
Foto: © Dieses Bild wurde mithilfe von künstlicher Intelligenz generiert
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Lange Zeit war Globalstar der stille Helfer im Hintergrund, wenn iPhone-Nutzer in der Wildnis einen Notruf absetzten. Doch nun hat sich das Machtgefüge im All radikal verschoben: 

Amazon übernimmt Globalstar für rund 11,5 Milliarden US-Dollar. Damit erbt der Versandriese nicht nur eine bestehende Satelliten-Flotte, sondern auch die exklusive Partnerschaft mit Apple. Für uns Nutzer bedeutet das: Die Ära der schmalbandigen Notrufe geht zu Ende, und echtes „Satelliten-Internet“ für das Smartphone rückt in greifbare Nähe.

Amazon hat offiziell die Übernahme von Globalstar angekündigt. Dieser Schritt integriert die Globalstar-Infrastruktur direkt in Amazons eigenes Satelliten-Netzwerk, das Ende 2025 in „Amazon Leo“ (ehemals Project Kuiper) umbenannt wurde. Apple, das zuvor 20 % an einer Globalstar-Tochter hielt, hat den Deal abgesegnet und gleichzeitig einen langfristigen Exklusivvertrag mit Amazon unterzeichnet.

Damit ist klar: Die nächste Generation der iPhone-Konnektivität wird über die Amazon-Konstellation laufen. Während Globalstar bisher nur winzige Datenmengen für Textnachrichten und SOS-Signale bewältigen konnte, bietet Amazon Leo eine enorme Bandbreite, die bisher nur mit stationären Starlink-Schüsseln vergleichbar war.

Warum ist das für dich wichtig?

Das ist deshalb so relevant, weil Apple nun die technischen Fesseln sprengt. Bisher war die Satelliten-Kommunikation ein reines „Notfall-Feature“. Mit der Power von Amazon Leo wird daraus ein Alltags-Werkzeug.

Foto: © Apple | https://support.apple.com/de-at/105097

Die neuen Möglichkeiten:

  • Apple Maps via Satellit: Navigation in Echtzeit, auch wenn weit und breit kein Funkmast steht.
  • Fotos in iMessage: Bisher ließen sich nur Texte verschicken; künftig soll der Versand von komprimierten Bildern via Satellit möglich sein.
  • Indoor-Connectivity: Die neue Generation der LEO-Satelliten (Low Earth Orbit) soll so signalstark sein, dass sie selbst in Gebäuden oder dichten Wäldern eine Verbindung herstellen kann.
  • Satellite over 5G: Apple arbeitet an einer nahtlosen Integration, bei der dein iPhone unbemerkt zwischen 5G und Satellit wechselt, sobald das Mobilfunknetz schwächelt.

LEO statt Geostationär

Herkömmliche Satelliten hängen in 36.000 km Höhe fest über der Erde. Die Signallaufzeit ist extrem lang. Amazon Leo nutzt Tausende kleine Satelliten in nur 500 bis 600 km Höhe.

Das sorgt für eine minimale Verzögerung (Latenz) und hohe Datenraten. Durch die Zusammenarbeit mit dem Hersteller MDA Space werden derzeit spezialisierte Antennen-Arrays entwickelt, die direkt mit den handelsüblichen 5G-Chips im iPhone kommunizieren können, ohne dass du eine riesige Antenne ausklappen musst.

Welche Nachteile oder Risiken gibt es?

Der größte Nachteil ist die Monopolbildung. Wenn Amazon die Infrastruktur kontrolliert und Apple die Hardware stellt, sind Nutzer in einem „goldenen Käfig“ gefangen. Zudem bleibt die Frage der Kosten: 

Bisher bietet Apple die Dienste (noch) kostenlos an, doch die Milliarden-Investitionen von Amazon müssen irgendwann refinanziert werden. Es ist sehr wahrscheinlich, dass Apple die Satelliten-Funktionen ab 2027 in ein kostenpflichtiges iCloud+ Ultra Paket oder ähnliches integriert.

Meine Meinung

Es ist ein genialer Schachzug von Apple. Elon Musk hat mit Starlink zwar den zeitlichen Vorsprung, aber Apple wollte sich niemals in die Abhängigkeit von Musk begeben. Die Partnerschaft mit Amazon ist die „Sicherheitsvariante“. Ich sitze hier an meinem Setup und denke mir: Endlich passiert im Bereich Konnektivität mal wieder ein echter Sprung.

Meiner Meinung nach ist die Integration von Satelliten-Daten in Apple Maps der eigentliche „Gamechanger“. Wer viel in den Bergen Österreichs oder in abgelegenen Gebieten unterwegs ist, weiß, wie wertvoll das ist.

Dass Amazon jetzt Globalstar geschluckt hat, zeigt auch, dass der Traum vom globalen, lückenlosen Mobilfunk endlich real wird. Wir bei vzcsystem.at behalten für euch im Auge, wie sich das auf die Akkulaufzeit der kommenden iPhones auswirkt – denn Funkverbindungen ins All brauchen immer noch ordentlich Power.

Fazit

Apple und Amazon bilden das neue Dreamteam für die satellitengestützte Zukunft. Mit dem Zugriff auf die Amazon Leo Konstellation wird das iPhone endgültig zum „unzerstörbaren“ Kommunikations-Tool. Der SOS-Notruf war nur der Anfang; die Zukunft ist das mobile Internet direkt aus dem All.

Wäre ein lückenloser Satelliten-Empfang für dich ein Grund, monatlich eine Zusatzgebühr zu zahlen, oder reicht dir das normale Mobilfunknetz im Alltag völlig aus?
Emir Hadzic 29.04.2026
Quellenverzeichnis (6)

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